PZG-Gewieher      13.06.2024


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Der Herbst ist jung: Nachwuchstage rund um den 23. PZG Holledau – Freilaufcup 

Jungpferdetage der PZG Holledau  

Die Jungpferdetage der PZG Holledau boten Anfang Oktober in Zusammenarbeit mit dem Ländlichen RuF Moorenweis e.V eine vielseitige Plattform für den Nachwuchs. 

Bei strahlendem, fast spätsommerlichem Wetter präsentierte `Der Herbst ist jung´ auf dem Stutenmilchgestüt Schwarz in Mammendorf drei Tage lang ein abwechslungsreiches Turnier-, Zucht- und Nachwuchsprogramm. Den Auftakt machten Dressur- und Springpferdeprüfungen am `Tag des jungen Sportpferdes´ gefolgt vom `Tag des Nachwuchses´ am Sonntag. Zum ersten Mal wurde hier das Finale des Oberbayerischen Jugendförderungsprogramms ausgetragen. Eine ideale Kombination, engagiert sich die PZG Holledau doch sehr stark und vielfältig in der Nachwuchsförderung! Und so war es auch naheliegend, ein weiteres Holzpferd der Aktion „Pferde für unsere Kinder“ an einen örtlichen Kindergarten zu übergeben und den Jungzüchterwettbewerb an diesem Tag zu integrieren.

Alle Titel für die PZG Holledau
Insgesamt 14 junge Leute im Alter von zehn bis 23 Jahre traten in drei Altersklassen (kurz: AK) in den Teilbereichen Pferdebeurteilung, Mustern und Theorie gegeneinander an. Hendrik Fiegel, Initiator und  1. Vorsitzender der Deutschen Jungzüchter fungierte als Richter und nutzte den Jungzüchterwettbewerb um einmal mehr mit viel Herzblut den Jugendlichen Kniffe und Tricks in der Beurteilung und beim Mustern näher zu bringen. Zum ersten Mal kam die von Fiegel in Auftrag gegebene APP für die Online-Beurteilung nach der Linearen Beschreibung zum Einsatz. Die Durchführung klappte insgesamt sehr gut - es brauchte etwas Zeit für das neue Handling.

Es siegte und verteidigte ihren Titel vom Vorjahr in der AK der Mini (8 - 11 Jahre) Anika Schwarz (Mammendorf). Wieder holte die Zehnjährige die meisten Punkte im Mustern und war hier mit 96 von 100 Punkten die Zweitbeste aller Teilnehmer an diesem Tage. Die ebenfalls für die PZG Holledau startende Charlotte Zellhuber (Moosmühle) bekam die Silbermedaille. Sie überzeugte vor allem mit 90 von 100 möglichen Punkten in der Theorie.
Mit der vollen Punktzahl in der Theorie und einer starken Musterungsrunde entschied Lea Landes (Ingolstadt) vom Team der PZG Holledau die AK I (12 - 15 Jahre) für sich und verwies die Vorjahressiegerin Lilly Kurth (Pietenfeld) auf den zweiten Platz. Mit 98 Punkten kam im Mustern niemand an Kurth, die in den Farben des Team Pony Bayerns auftrat, vorbei.     

Ebenfalls mit 100 Punkten in der Theorie glänzte die Siegerin der AK II (16 - 25 Jahre) Bianca Schwarz (Mammendorf) und holte somit den dritten Titel für die PZG Holledau. Der einzige junge Mann im Wettbewerb war der Beste im Beurteilen! Der 17-jährige Tim Biber (Konstein) vom Pony Team Bayern war erst vor wenigen Wochen in Darmstadt zum DSP-Jungzüchterchampion seiner Altersklasse gekürt worden.

Triple für Franz Fischer
Bereits zum 23. Mal fand dann am Tag der Deutschen Einheit der Freilaufcup statt, der für Franz Fischer vom Gestüt Kastanienhof (Weil) zum Dreifach-Erfolg bei den zweijährigen Warmblutpferden führte!

Es siegte im Feld der sechs Youngsters der von Fischer gezogene FILOU, ein Sohn des Hannoveraner Prämienhengstes For Dance aus einer Florestan I-Mutter. „Dieser hübsche Hengst überzeugte mit einem immer über den Rücken schwingenden Trabablauf“ kommentierte Richterin und Olympia-Reiterin Patricia Bottani (Langerringen). „Aktiv aus einer tollen Hinterhand-Mechanik und energisch abfussend im Galopp“ gab es für den Trab Noten bis 9,5 und im Galopp bis 9,0. Der junge Strahlemann befindet sich bereits in der Vorbereitung für die Vorauswahl der DSP-Hengsttage.
Knapp dahinter mit nur 0,03 Punkte Abstand trabte FELICIA (For Gold / Belissimo M) zum Titel der Vizechampionesse (Foto unten links). Die typvolle Stute präsentierte sich „elastisch und leichtfüßigem im Trabablauf, im Galopp mit einer natürlichen Bergauf-Tendenz und im Schritt mit einem guten Vor- und Übertritt.“ (Bottani)

Das Triple ergänzte VALENCIA 129 (Foto oben rechts), eine Tochter des Vererbungsgaranten DSP Va Bene, der am vorangegangenen Wochenende siebenjährig seine ersten beiden S*-Dressuren unter Johanna Wadenspanner gewinnen konnte. Mütterlicherseits stammt die charmante Fuchsstute von Desiree (Diamond Hit / Ferragamo), die bereits zwei Staatsprämienstuten und mit Fine Spirit 5 (v. Ampere) einen gekörten Sohn, der von Benjamin Werndl gefördert wurde, brachte.
Die beiden Stuten Felicia und Valencia kaufte Franz Fischer als Fohlen von seinem Freund, dem Erfolgszüchter Toni Kornes (Ettringen). Und auch die Mutter des Freilaufchampions Filou stammt aus diesem Züchterstall. „Das freut mich natürlich ganz besonders, dass Franz Fischer heute so erfolgreich ist“ lachte Toni Kornes, der auch bei den Reitpferden noch Erfolge zu feiern hatte.   
      

Ein Pferd ohne Schwächen
FLORENTINO (Fashion in Black / Show Star) heißt der neue Freilaufchampion der 3-jährigen Warmblutpferde, der sich mit der Tageshöchstnote 8,97 an die Spitze der sieben Starter setzte. Sowohl im Typ erhielt der schicke Rappe Noten bis 9,5 als auch im Gesamteindruck und der Perspektive als Reitpferd. Bottani: „Der Wallach zeigte sich im Galopp immer mit gutem Ausdruck und Abdruck aus dem Hinterbein und im Trab ausbalanciert, durch den Körper schwingend.“ Richterkollege Robert Sirch (Fischen am Ammersee) ergänzte: „Das ist ein sehr harmonisches Pferd, ein guter Typ – eigentlich ein Pferd ohne Schwächen!“ Besitzerin Ines Brückel (Germering) hatte den jungen Mann als Fohlen gekauft: „Weil er mir sehr gut gefallen hat und schon damals vom Charakter ganz, ganz anständig war. Ich habe ihn jetzt gerade drei Monate angeritten und nun geht er noch mal sechs bis sieben Monate auf die Koppel zurück in den Kindergarten. Und dann fangen wir nächstes Jahr wieder mit Dressurreiten an und dann wird er so weit ausgebildet, wie er es schafft.“
Auf den Silberrang platzierte sich SOLEDAD (TSF High Motion / Kostolany) aus der Zucht und im Besitz von Bernadette Gutmann (Titting). Die elegant aufgemachte und schön gezeichnete Stute (Foto oben links) überzeugte insbesondere im Galopp und einer hervorragenden Schrittrunde. Der Bewegungsablauf war eifrig und immer fleißig. „Sehr überzeugend war auch der Umgang mit ihr“ lobte Richterin Bottani. Die Zügel hatte Franziska Meister in der Hand, bei der Soledad seit knapp drei Monaten zur Ausbildung ist.

Zwei Dressuraspiranten teilten sich den dritten Platz: der sympathische Wallach PAZZINI J (Fürst Jazz / Zonik) - Foto oben mitte, vorgestellt von Julia Wisura (Geltendorf) und der von Alphons Hoffmann (Bad Griesbach) gezogene und vorgestellte DEKANTO (Desperados / Swarovski) - Foto oben rechts.

Mit den Besten züchten
Die zwei- und dreijährigen Deutschen Reitponys präsentierten mit fünf Startern ein kleines aber feines Lot. Freilaufchampionesse 2023 wird die dreijährige DINAMANI EW, eine Tochter des Westfälischen Siegerhengstes D-Power AT, die sich bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt durch nichts aus der Ruhe bringen hat lassen. „Das Pony kam sehr gut mit der Kulisse zurecht“ bestätigte Bottani und attestierte: „Die hat sehr, sehr viel Perspektive und die kann man im Sport sehen!“ Das Gleichmaß in der Bewegung beindruckte laut Robert Sirch alle Richter: „Da waren wir uns einig - das ist vielleicht kein so ein auffälliges Pony, aber die war unheimlich gleichmäßig. Sie hat keinen Schwachpunkt - die ist einfach sehr ausgewogen.“ Besitzerin Lisa Widmann-Huber (Grafendorf) hat die Siegerin als Fohlen gekauft, denn „mit den Besten züchten, das war meine Motivation Dinamani zu erwerben.“ Sie stammt mütterlicherseits aus dem hocherfolgreichen Stamm der Daidra (FS Don´t Worry / Golden Dancer), die bereits drei gekörte Söhne – davon zwei Prämienhengste – brachte.
Wieder mit nur 0,03 Punkten Differenz summierte sich der Vizechampion (Foto oben links) mit der Endnote 8,27: der hübsch aufgemachte und sehr geschlechtstypische Hengst  MY  TOMMY (The Breas My Mobility / Wanderfürst) zeigte „grundsätzlich eine gute Bergauf-Tendenz und hatte seine große Stärke im Schritt, der immer durch den Körper ging.“ (Bottani) Der Dreijährige ist gezogen und steht im Besitz von Andrea Dobner (Weilheim in Oberbayern).

Gleich zweimal bekam Gründleinshof CAMOUFLAGE (Steedieks Carpaccio / Payman) die weiße Schleife in Mammendorf: sowohl im Freilaufen (Foto oben rechts) als auch unter dem Sattel wusste die Fuchsisabell-Stute zu überzeugen! „Wir sahen ein sehr ausgeglichenes Pony - eine sehr schöne Dreiteilung im Körperbau und eine ausgeglichene Verteilung der Grundgangarten“ kommentierte Bottani. Im Sattel saß dann Jasmin Kaus (Foto unten rechts), die Schwiegertochter der Züchterin und Besitzerin Cordula Kaus (Degernheim).   
Perspektive für den Sport
Insgesamt sichteten die Richter der Pony-Reitpferdeprüfung neun Drei- und Vierjährige. Julia Meller-Mozet (Regenstauf) fasste zusammen: „Wir sahen unterschiedliche Ponys, so dass für jeden etwas Passendes dabei ist! Da waren zwei, die ganz viel Perspektive für den FEI-Ponysport haben und dann Ponys, die sich sicherlich gut für Kinder zum Einsteigen eignen.“

Reservesiegerin (Foto oben links) wurde unter Franziska Betz die vierjährige SALINA HS (Dance Star AT / Giglbergs Spotlight). „Ein schickes und rittiges Pony, das insbesondere durch ihre super Schrittarbeit überzeugte“ bemerkte Meller-Mozet. „Da sehe ich viel Perspektive für den Ponysport.“ Züchter und Besitzer ist Dr. Rupprecht Betz (Schernfeld).

Enya Wallenborn pilotierte die Reservesiegerin des Vorjahres CUTE MRS. DREAMY L (Dreidimensional  AT / Dressman I) mit der Wertnote 7,7 zum Titel der PZG-Reitponychampionesse 2023. „Optisch ein absoluter Hingucker“ begeisterte sich Meller-Mozet und in der Gebäudenote von 8,5 spiegelt sich die typvoll aufgemachte sowie harmonisch konstruierte Stute wieder. Mit viel Bewegungsqualität ausgestattet attestierte Richter Wilfried Herkommer (München): „Ein Pony, das auf gutem Weg ist und sicher seine sportliche Zukunft haben wird.“

Bei den Sattelprüfungen der Warmblutpferde gab es ebenfalls ein Wiedersehen mit Siegern und Platzierten aus dem Vorjahr. So verteidigte der PZG-Youngster 2022 erfolgreich den Titel: TH ANTONIA (Valverde / Zatchmo) gewann erneut unter Stephanie Sonntag und führte das Feld der 16 Vierjährigen an. Wieder schien die Schimmelstute in den Himmel zu galoppieren (Foto unten links)!

Patricia Kornes stellte den Zweitplatzierten DARBOVEN (Danone I / Belissimo M), aus der Zucht ihres Mannes Toni Kornes, vor. Der Fuchswallach (Foto oben links) trabte im vergangenen Jahr im Freilaufen auf dem Bronzerang, hat in dieser Saison bereits Dressurpferde A gewonnen und ist der Halbbruder zur Vize-Freilauf-Championesse 2023 Valencia 129.
Die Siegerschärpe des PZG-Youngsters 2023 bekam V-GOLD EDITION L (Viva Gold / Fürstenball) unter Nikolas Eichelsbacher (Foto oben links). Insbesondere im Galopp setzte sich die schon gut entwickelte Fuchsstute mit 9,0 von der Konkurrenz ab. Katja und Johann Schmid (Goldach) stehen in der züchterischen Verantwortung der Anpaarung ihrer Staatsprämienstute Wild-Shakira (v. Sir Donnerhall I) mit dem Hengst Valdiviani. Die nun dreijährige WILD-VERGINIA überzeugte unter Lara Salzeder-Groschwitz im Viereck und erhielt die silberne Schleife (Foto oben rechts).  
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Katrin Landes

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