PZG-Gewieher 16.09.2019


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25. BayWa - Fohlencup
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am 15. August 2019



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Drei Titel für Ralf Kornprobst
Medaillensegen für die Mitglieder der PZG Holledau bei den Bayerischen Championaten

6 x Gold, 4 x Silber und 5 x Bronze – so sieht der sensationelle Medaillenspiegel für die Mitglieder der PZG Holledau nach den Landeschampionaten der Reit-, Dressur- und Springpferde am vergangenen Wochenende aus. Im Rahmen der Reitertage Ingolstadt-Hagau wurden wieder die Bayerischen Championate ausgetragen, die einmal mehr nur einen kleinen Einblick in die Landeszucht boten.Auf der Suche nach den besten drei- bis sechsjährigen Nachwuchspferden aus bayerischer Zucht wird man definitiv bei Ralf Kornprobst fündig. Mit mehreren Youngster war er von Feldkirchen an der Donau in Österreich nach Oberbayern angereist und konnte es am Ende wohl selbst kaum fassen: „Waaaaaaaaaahnsinnnnnn“ postete er auf Facebook und freute sich riesig über die insgesamt drei weiß-blauen Siegerschärpen! Eine davon bekam er im Feld der jungen Hengste.

Hochdekoriert von klein auf  
Fohlencupsieger – Freilaufcupsieger – Prämienhengst – Bayerischer Champion: so liest sich die Karriere des neuen Bayerischen Champio
ns der drei- und vierjährigen Hengste. Die Rede ist von Amazing Sugar (Amazing Spirit / Lord Loxley I), der sich mit einer Gesamtnote von 8,2 an die Spitze der fünf Starter setzte. Der mächtige und doch so adlige Dunkelbraune beeindruckte wieder im Trab und Galopp. „Ein sehr rittiger, mit viel Gefühl und meisterlich vorgestellter Junghengst“ kommentierte Richter Johann Speth. „Der Champion steht bereits sehr fein und konstant an den Hilfen und zeigte drei absolut taktreine Grundgangarten.“ Beim Fohlencup der PZG Holledau hatte Familie Faulstich (Hexenagger) den von Martina und Jakob Reglauer (Wangen) gezogenen Amazing Sugar gesehen und (fast) vom Fleck weg gekauft. Drei Jahre später, bei den Süddeutschen Hengsttagen 2018, war der Prämienhengst schon beinahe verauktioniert, als es sich Familie Faulstich doch noch anders überlegte und zurückzog. Er kam dann in die Ausbildung von Ralf Kornprobst, der ihn seitdem erfolgreich vorstellt.

Der ebenfalls süddeutsch gekörte Hengst Venom wurde mit der Endnote 8,1 knapp Vizechampion. Auch er machte bereits beim PZG-Fohlencup auf sich aufmerksam, als er den dritten Platz belegte. Schon damals wurde er im Typ mit 9,0 bewertet – als Dreijähriger erhielt er nun dieselbe Note für sein Gebäude. Gezogen ist der Sohn des Quaterhall von Lisa Schindele (Unterthingau) aus ihrer Staatsprämienstute Welfengold (Sungold / Donnersmarck).

Auf den Bronzerang kam Va Bene 7 (Veneno/Belissimo M) aus der Zucht und im Besitz der Maria und Walter Wadenspanner GbR (Pattendorf). Im Sattel des dreijährigen Fuchses saß Walter Wadenspanner, der an diesem Wochenende, zusammen mit seiner Frau Johanna, ebenfalls mehrere Pferde mitgebracht und hoch erfolgreich vorstellte. Im Championat der fünf dreijährigen Stuten und Wallache siegte er beispielsweise mit Fumèe (Floricello/Unee), mit dem er scheinbar in den Himmel galoppierte. „Der Champion der 3-jährigen Stuten und Wallache zeigte sich jugendlich und übermütig, aber er ist ein hochmodernes und elegantes Pferd mit einer traumhaften Galoppade.“ (Johann Speth)

 Vizechampion in diesem Feld wurde der von seiner Züchterin und Besitzerin Renate Voglsang (Chieming) vorgestellte Georgeous Boy RV. Der Junghengst, welcher seinen Vater Goldberg nicht verleugnen kann, stammt aus einem leistungsgeprüften Stutenstamm. Mutter Johnsons Danubia (v. Johnson) war 2015 überragende Siegerin im Freilaufcup der PZG Holledau, ihre Vollschwester - die Staatsprämienstute Donna Joana - ist unter Voglsang bis zur schweren Klasse im Dressurviereck unterwegs und die Großmutter Donna Danubia (De Niro / Piaster) stellte Voglsang bis M**-Dressur erfolgreich vor.

Mit 12 Startern war die Prüfung der vierjährige Stuten und Wallache, wie in den letzten Jahren, die größte und somit vielleicht championatswürdigste Gruppe. Es gewann mit deutlichem Abstand der im Besitz von Ausbildungsstall Horler (Röttin
gen) stehende Danny Cool (Danciano/Sandro Hit) mit einer Gesamtnote von 8,8. Der äußerst bewegungsstarke Wallach erhielt in allen Grundgangarten eine glatte 9! Richter Dr. Michael Hubrich fasste zusammen: „Danny Cool hat durch seine drei hervorragenden Grundgangarten überzeugt, außerdem war er unglaublich rittig für sein Alter. Seine ganz Art, wie er sich benommen hat, hat uns einfach überzeugt.“ Vorgestellt wurde er von Lisa Horler, die erst eine Woche zuvor bei den Landeschampionaten in Baden-Württemberg mit dem dreijährigen Hengst Define Dynamic, ebenfalls einem Danciano-Sohn aus einer Mutter von Samarant, zum Titel geritten war.

Geertje Hesse-Wadenspanner saß im Sattel ihres Wallaches Zansibar 4 (Zirkon / Don Argeninus), der mit ordentlichem Schub aus der Hinterhand vor allem in der Trabtour (9,0) punkten konnte (Foto rechts). Im Schritt hatte er in Hagau etwas das Nachsehen, so dass es am Ende der Silberrang für das Paar bedeutete. Die Stute Dell `Arte (Damon Hill / Fürst Heinrich), aus dem Stall des Zuchthof Wadenspanner, bekam die weiße Schleife.
Wild-Elektra setzt Siegesserie fort
Wieder einmal galoppierte Wild-Elektra (Escolar / Coriograf B) dem Sieg und Titel entgegen und zauberte nicht nur ihrem Reiter Ralf Kornprobst, sondern auch den Züchtern Katja und Johann Schmid (Goldach) ein großes Lächeln ins Gesicht! Die neue Bayerische Championesse der 5-jährigen Dressurpferde zeigte, laut Richter Johann Speth, „tolle, elastische Grundgangarten, wobei Galopp und Trab hervorzuheben sind. Heute war sie leider noch nicht ganz konzentriert und deswegen manchmal unter Spannung, aber insgesamt gut gelöst und ein ausbalanciertes, modernes Dressurpferd wie man es sich vorstellt.“ 2017 gewann die große braune Staatsprämienanwärterin unter Katja Schmid den PZG Youngster im Rahmen des Freilaufcups und holte im Jahr darauf mehrfach die goldene Schleife in Reitpferde- und Dressurpferdeprüfungen. Seit Februar dieses Jahres steht sie nun bei Kornprobst und soll weiter gefördert werden. „Sie ist eine absolute Frohnatur und hat immer gute Laune“ beschreibt Ralf Wild-Elektra. Sie scheint ihren Namen alle Ehre zu machen: „Sie ist eine absolute Ausbruchs- und Entfesselungskünstlerin! Keine Box und kein Strick sind vor ihr sicher...“

Daybreak M (Desperados/Diamond Hit), der Bayerische Champion der Hengste 2018 und Dressur-Siegerhengst der DSP-Hauptkörung 2017, konnte seinen Titel nur knapp nicht verteidigen. Mit lediglich 0,1 Punkten Abstand wurde es in diesem Jahr für dem großrahmigen Hengst unter seinem Reiter Walter Wadenspanner der zweite Platz. Wie im Jahr zuvor konnte sich auch Dickens 16 (Don Diamond/Sakozy) wieder in den Medaillenrängen auf dem dritten Rang platzieren. Er ist gezogen und im Besitz von Franz Galneder (Taufkirchen).

Das Tripel perfekt machte Ralf Kornprobst mit seiner Präsentation von Fiderschlag (Fidertanz/Donnerschlag), dem neuen Bayerischen Champion der 6jährigen Dressurpferde. Richterin Sonja Pilton: „Das ist ein imposantes Pferd mit energischen und ausdrucksvollen Grundgangarten. Schon sicher ausbalanciert und weit gefördert in der Entwicklung von Schub und Tragkraft und stets sicher `vor` dem Reiter.“

Deutlicher Sieg bei den Springpferden
Auf dem Springplatz hatte Lisa Zoller (Bissingen) den von ihren Eltern T
atjana und Ralf gezogenen Wallach Staubkind RZ (Stanley/Escudo I) gesattelt. Das Paar gewann bereits mehrfach in diesem Jahr Springpferdeprüfungen der Kl. M* und auch im Feld der sieben sechsjährigen Springpferde im Bayerischen Championat konnte ihre Runde mit der Wertnote 9,0 niemand mehr toppen! „Dieser Champion ist ein Pferd, das den Parcours schon sehr überzeugend absolviert hat, mit sehr hohen Rittigkeitswerten, schnellen Reflexen am Sprung und kraftvollem Abfußen“ kommentierte Richter Carsten Rotermund. „Alles was ein ordentliches und gutes Springpferd haben muss, hat der Champion der 6-jährigen Springpferde heute gezeigt.“

Bei den fünfjährigen Springpferden siegte mit 8,5 Charlie Sheen, ein Sohn des Clearline Z. Der Wallach zeigte eine gleichmäßige Runde mit deutlichem Absprung, schöner Bascule und sehr guten Vorderbeintechnik. Den Bronzerang teilten sich zwei Paare, die beide leider einen Abwurf zu verzeichnen hatten. Zum einen der von Kirsten Schweiger (Ingolstadt) vorgestellte Crazy Grey (Clooney / Spartan) aus der Zucht von Artur Landes (Ingolstadt) - Foto unten links. Der charmante Schimmel überzeugte schon früh als Sieger der Springfohlen beim Fohlencup der PZG Holledau.
Des Weiteren erhielt die weiße Schleife Chateau Siran (v. Chap II) unter dem Sattel von Wolfgang Winter (Geisenfeld).  Der Fuchs (Foto oben rechts), gezogen und im Besitz von Karl Gruber (Ingolstadt), stammt aus dessen sehr erfolgreichen Leistungsstamm. Bei seiner Mutter Sirica (Lord Charles / Sirius) stehen 12 S*-Siege und zahlreiche Platzierungen bis S*** im Parcours zu Buche. Ihr Halbbruder ist der gekörte Hengst Luke Mc Donald (v. Lord Incipit), der bei den Reitertagen in Hagau in einem würdigen Rahmen emotional aus dem Sport verabschiedet wurde (Foto oben mitte). Der symphytische Hengst blickt auf eine E-LGS von über 75.000 € zurück. Insgesamt stehen über 70 Platzierungen bis Siege der Kl. S*** auf seinem Springkonto. Der 17jährige, immer noch kernige, Luke Mc Donald verbringt nun seinen wohlverdienten Lebensabend bei Wolfgang Winter.

Das gab es noch nie
Zwei bayerische Ponys rocken das Deutsche Stutenchampionat 

„Das ist ja nicht ganz normal!“ sinniert Andreas Meyer. „Zwei Bayern im Finale - das gab es noch nie.“ Denn, noch nie zuvor hatte es eine Bayerische Stute ins Finale des Deutschen Stutenchampionats der Dt. Reitponys  in Lienen geschafft. Der 19. Platz war bisher die Bestmarke. Und nun das: Rang zwei und drei im Endklassement für die Staatsprämienanwärterinnen aus Bayern! 

„Die Qualifikation für das Finale hat alles durcheinander gebracht“ erzählt Meyer. Geplant war die Reise nach Lienen mit einer Übernachtung von Donnerstag auf Freitag - das Hotel entsprechend gebucht. Am Samstag sollte es eigentlich auf die Reitertage nach Ingolstadt-Hagau gehen. „Damit hat ja kein Mensch gerechnet! Das ist einmalig.“ Andreas Meyer scheint es immer noch nicht ganz fassen zu können. Es war dann auch gar nicht so einfach ein Hotelzimmer zu bekommen, da alles ausgebucht war und auch die 60 Pferde zuhause auf dem Strüthof in Plech mussten irgendwie versorgt werden.

Von der weitesten Anreise bis ganz nach vorne
Aber, der Aufwand hat sich gelohnt! Zwei erstklassige Stuten hatte der Ba
yerische Zuchtverband für Kleinpferde- und Spezialpferderassen in diesem Jahr nach Lienen entsandt: die Siegerin der Landesschau und Championesse beim PZG Holledau-Fohlencup 2016 Giulietta (Cosmopolitan D / Losander), aus der Zucht und dem Besitz von Anton Schindele, Unterhtingau (siehe PZG-Gewieher vom 16. Juli 2019) und die drittplatzierte New Age-Can Dance Tochter Pretty Girl M, gezogen und im Besitz von Andreas Meyer.

Der Vater von Pretty Girl `New Age´ war Reservesieger beim Hannoverschen Fohlenchampionat. Meyer hatte
das Hengstfohlen (Nemax / Kooihuster Wessel) damals ungesehen telefonisch auf der Auktion gekauft. Und auch die Mutter der Falbstute `Princess de Luxe´ (Can Dance / Viktorias`s Chirac) hatte er im gleichen Jahr online als Fohlen in Weser-Ems entdeckt. Nach dem Besuch beim Züchter war der Kauf perfekt und wenige Tage später gewann das Stutfohlen die Qualifikation zum Deutschen Reitpony-Fohlenchampionat und war in Lienen im Finale platziert. Beide Fohlen wurden dann zusammen nach Bayern transportiert und sind gemeinsam auf den Strüthof angekommen. „Wie kannst Du nur so etwas ungesehen kaufen?“ fragte Sabrina Meyer ihren Mann beim Ausladen leicht entsetzt. Das Hengstfohlen war in einem nicht so optimalen Pflegezustand und stand etwas ´schlicht` da. Doch Andreas Meyer sollte recht behalten: bei der Bayerischen Körung drei Jahre später verließ der einst schlichte New Age den Platz als Prämienhengst. Princess de Luxe stellte ebenso dreijährig ihre Qualität als 1. Reservesiegerin der Landeschau unter Beweis. Ihr erstes Fohlen ´Pretty Women`, eine Vollschwester der Starterin in Lienen, war 2015 Vize-Championesse beim Fohlencup der PGZ Holledau und konnte nach diesem Erfolg gut vermarket werden. Als im Jahr drauf die etwas kleinere Pretty Girl geboren war, beschloss Familie Meyer die Falbstute als Pony für ihre drei Töchter zu behalten.
Die Jüngste der Meyer-Mädels durfte mit nach Lienen und auch Anton Schindele nutzte die Fahrt als Familienausflug.Beim Deutschen Stutenchampionat des dreijährigen Deutschen Reitponys treffen sich alljährlich die hoffnungsvollsten Youngster aus dem gesamten Bundesgebiet – es ist eine starke Konkurrenz. Beide Bayerischen Stuten präsentierten sich freitags von ihrer besten Seite und errangen Einzelnoten bis zu 9,5. Nach dem ersten Tag lag Giulietta im Feld der 26 Ponystuten mit gesamt 158 Punkten auf Rang eins und Pretty Girl mit 154,5 auf Rang zwei. Somit erhielten Beide die Möglichkeit am Sonntag die Medaillenränge unter sich auszumachen. Leider zählen seit diesem Jahr die Noten aus der Vorrunde nicht mehr und im Finale wird neu bewertet. Wieder präsentierten sich die Bayern hervorragend und Giulietta behauptete am Ende Rang zwei für sich und Pretty Girl Rang drei. 

Familie Reglauer stellt zwei Warmblutstuten in den Top Ten
Auf dem Ring der dressurbetonten Warmblutstuten galt es für die Dreijährigen, sich am Freitag ebenfalls für das Finale am Sonntag zu qualifizieren. Nur knapp verfehlte dabei AMORE MILLEFIORI, eine Tochter des Millenium aus einer Quaterback-Mutter die Endrunde. Die aus der Zucht und im Besitz von Familie Reglauer (Wangen) stammende typvolle Stute kam auf den hervorragenden 4. Platz! Die Siegerstute der Bayerischen Landesschau (siehe PZG-Gewieher vom 17. Juni 2019) AMORE GRANDEZZA (Dante Weltino / Lord Sinclair I), ebenfalls aus der Erfolgszucht von Martina und Jakob Reglauer, trabte auf den 10. Rang.






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